Fotoreise La Reunion Oktober 2019 Blogbeitrag Teil 1

La Réunion – das ist ein Reiseziel wie aus dem Märchenbuch. Vulkanischen Ursprungs ragen hier die Gipfel bis etwa 3000 Meter hoch und das auf einer relativ geringen Fläche. Steile Hänge, tiefer Täler und Schluchten und üppige Vegetation mit Urwald. Geografisch gehört sie zwar zu Ostafrika – politisch aber zu Frankreich. So spricht man dort auch Französisch und im Gegensatz zu vielen anderen Regionen Afrikas kann man sich auf politische Stabilität und eine geringe Kriminalität verlassen.

Die Anreise

Die Insel La Réunion liegt im indischen Ozean zwischen Madagaskar und Mauritius und ist ein Übersee Departement von Frankreich.
Los ging  es in Wien mit Austrian Airlines  nach Paris und dort sind wir in eine Boeing 777der Air Austral eingestiegen, die uns über Nacht nach Saint Denis  bringen sollte. Nachdem wir 3 Stunden im Flieger gesessen sind, hieß es austeigen und wir mussten noch eine Nacht in Paris anhängen. Am nächsten Tag um 14 Uhr ging es endlich los und gegen 3 Uhr kamen wir in der Hauptstadt Saint Denis an. Mietwagen übernehmen und dann noch eine Stunde zum Hotel nach La Saline-Les-Bains  Bei Sonnenaufgang kamen wir bei unserem Hotel an. Noch eine Stunde im Auto schlafen und anschließend stand unserem Abenteuer nichts mehr im Wege.  

La Saline-Les-Bains

Wir verbrachten den restlichen Tag am Strand und hier gleich die nächste Überraschung. Seit 2011 kam es in La Réunion immer wieder zu Hai Attacken mehr als 20 Menschen kamen dabei ums Leben. Viele Strände sind gesperrt, bzw. gibt es Stahlnetze die die Urlauber schützen. Wir hatten Glück, bei unserem Strand war ein Korallenriff vorgelagert und schwimmen ist hier gefahrlos möglich. Den genauen Grund für die Hai Angriffe kennt man nicht, die Bullenhaihe sind hier besonders aggressiv und kommen auch in seichte Wasser. Manche Forscher meinen es liegt an der Überfischung oder das zu viele Abfälle ins Meer geworfen wurden. Wenn man jedoch die Regeln beachtet und die Hinweis Schilder genau liest kann nichts passieren.

Cirque de Cilaos

Am nächsten Tag machen wir uns auf dem Weg zum Cirque de Cilaos einem der 4 Hochtäler in La Reunion. Man fährt auf einer Straße mit über 400 Kurven in das malerische Bergdorf. Wir übernachten in der Gite Ti Case Lontan einer sehr einfachen Herberge. Die Ausstattung ist spartanisch jedoch sauber und gemütlich. Bei einer Wanderung zur Brac de Basson, einem Wasserfall, lernen wir die vielfältige Vegetation kennen. Über viele Stufen geht es den Berg hinunter. 
Am Rückweg beginnt es zu regnen, und wir stellen uns bei einem Picknickplatz unter. Es ist wichtig sich zeitig am Morgen auf den Weg zu machen, denn meistens zieht es am frühen Nachmittag zu und beginnt zu regnen. Wenn man früh morgens den blauen Himmel sieht, kann man sich gar nicht vorstellen, dass sich das Wetter im Laufe des Tages ändert. Cilaos ist berühmt für seine Linsen, der Preis ist jedoch auch nicht ohne, ein Kilogramm kostet 16 Euro. Generell ist La Réunion eine teure Destination, denn ein Abendessen kostet mindestens € 20. Auch das Einkaufen im Supermarkt ist sehr teuer, weil viele Waren von weit her auf die Insel gebracht werden müssen.
Am nächsten Morgen verlassen wir Cilaos und fahren Richtung Südküste. Es regnet den ganzen Tag heftig. Ein kurzer Stopp bei den Wasserfällen Grand Anse um zu fotografieren. Als wir wenig später an den Ausläufern des La Piton de Fornaise, dem aktiven Vulkan von La Réunion ankommen, wird der Regen schwächer. Es ist unglaublich wie viele Pflanzen auf dem Vulkanischen Boden wachsen. Viele dieser Lavaströme gibt es erst seit 10 Jahren.
Über eine kurvige Straße erreichen wir den Ort Bourg Murat.

Piton de la Fournaise

Dieser Ort hat nicht besonders viel zu bieten ist aber der Ausgangspunkt um den Vulkan Piton de la Fournaise zu besuchen. Wir über nachten Relais du Volcan, einer einfachen Herberge. Die Gastgeber sind sehr herzlich und wir fühlen uns wohl. Am nächsten Morgen fahren wir um sieben Uhr Richtung Vulkan los. Obwohl die Strecke nur 30 Kilometer lang ist fahren wir mehr als eine Stunde, das letzte Stück auf einer Piste. Wir durchqueren die Plaine des Sables  bis wir schließlich den Pass Belcombe auf 2.3112 Meter Höhe erreichen. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blich auf den Vulkan. Das Wetter  ändert sich andauernd Wolken ziehen permanent. Die große Wanderung zum Krater ist leider gesperrt, da die letzte vulkanische Tätigkeit erst im April 2018 stattfand. So absolvieren wir eine alternative kürzere Wanderung und können die rauchenden Schlote gut sehen. Als wir gegen 13 Uhr beim Auto ankommen beginnt es wieder zu regnen. Beim Zurückfahren sind  der Nebel und der Regen so stark, das wir nur sehr langsam weiterkommen. Ein paar Stunden später sind die Wolken verschwunden und es gibt herrliche Lichtstimmungen und einen tollen Sonnenuntergang. 
Die Ausschreibung der Fotoreise  im Oktober 2019 folgt in kürze. Weitere Infos unter: kf[at]wienerfotoschule.at