Fotoreise Lissabon Mi, 26.09. bis So, 30.09.2018

Anfang April habe ich einige Tage zur Vorbereitung der Fotoreise in Lissabon verbracht. In dem Blogbeitrag habe ich Euch einige meiner Eindrücke zusammengeschrieben.

Donnerstag:

Am ersten Tag bin ich im Stadtteil Bairro Alto angekommen.  Ich besuchte den Miradouro de São Pedro de Alcântara. Dieser Aussichtspunkt stellt sich allerdings als Enttäuschung heraus, da ein Zaun fotografieren sehr behindert.  Ich ging dann runter zum Elevator R. de Santa Justa 105, 1100-100 Lisboa. Nach einer Stunde Wartezeit fuhr ich dann doch noch Oben, da einer er beiden Aufzüge außer Betrieb war.  Sehr schöner Ausblick speziell bei Sonnenuntergang und Blaue Stunde.

Tipp: Man kann auch von der Oberstadt aus auf die Plattform und muss sich dann nicht so lange anstellen. Am besten kauft man sich die Viva Viagem Card, die man auflädt mit € 10,- je nachdem wie lange man in der Stadt ist. Diese Karte gibt es bei Metro Stationen. Mit dieser Karte kann man alle öffentlichen Verkehrsmittel inklusive der Aufzüge benutzen. 

Auf dem Rückweg und lande ich  im Restaurant O Cantinho da Rosa, das ich Euch sehr empfehlen kann. Ein einfaches Restaurant mit portugiesischem Essen zu fairen Preisen. Viele Fisch und Fleisch Gerichte, Z.B. die gegrillten Sardinen oder Bacelau (Stockfisch) in vielen Varianten. Der Meeresfrüchte Reis „Arroz de Marisco“ ist ein Gedicht.

Freitag:
 
Am Vormittag mache ich mich bei strömenden Regen auf dem Weg zum Gare do Oriente, dem berühmten Ostbahnhof mit seiner beeindruckenden Architektur. Für Fotografen ein wahres Eldorado. Da der Regen nicht nachlässt bin ich bald wieder in meiner Pension.
 
Taste of Lisboa Food Tours durch Mourarias, das maurische Viertel
 
Treffpunkt für die  Food Tasting Tour war Largo de São Domingos, wo wir von unserm Guide Migule bei strömenden Regen abgeholt wurden. Die erste Station war die Manteigeria Silva , hier konnten wir Olivenöl, Schinken und Rotwein verkosten.  Für den luftgetrockneten Schinken werden Schweine aus dem Alentejo verarbeitet, die sich hauptsächlich von Eicheln ernähren. Bei der nächsten Station wurde eine der wichtigsten kulinarischen Besonderheiten Portugals, nämlich Bacelau (Stockfisch) vorgestellt. Stockfisch ist eingesalzener Kabeljau, der gegrillt oder zu Eintöpfen verarbeitet wird. Die Portugiesen sagen, es gibt für jeden Tag ein Rezept. Es werden sogar ungewöhnliche Teile wie die Schwimmblase gegessen.  Bevor der Bacelau gekocht wird, muss er bis zu einigen Tagen in Wasser eingelegt werden, um den salzigen Geschmack weg zu bekommen. Verkostet haben wir dann Pataniscas, das sind frittierte Stockfischlaibchen mit einem Tomaten Risotto.
Weiter ging es dann in das Restaurant Ce dos Cornos, das für seine Bifianas, berühmt sind. Bifanas sind eine Art „portugiesische Burger“ mit gegrilltem Schweinefleisch, die für wenig Geld an jeder Ecke zu haben sind.  In der Bar von Antonio ging es dann an die Verkostung von Ginjinha  oder Ginja, einem Likör, der aus Sauerkirschen hergestellt wird. In diesem Teil vom Stadtteil Mourarias gibt es einige Fado Lokale, hier sind die berühmtesten Fado Sänger in Form von Fotografien an den Wänden verewigt. Interessanterweise gibt es in Lissabon auch Restaurants aus Afrika, wie das Restaurante Cantinho do Aziz. Dieses Restaurant wurde von einem Rückkehrer aus Mozambik gegründet. Eine der Spezialitäten sind Samosas oder auch Chamuças. Diese Teigtaschen sind mit Fleisch oder Gemüse gefüllt.  Hier unbedingt den Cashew Saft probieren. Ist zwar gewöhnungsbedürftig aber ein interessanter Geschmack. Abschließend gibt es noch eine Bica (Espresso) und Pastel de Natas in der Innenstadt. Diese Tour ist sehr zu empfehlen. Das Wetter wird schöner, es reißt auf  und ich werde mit phantastischen Lichtstimmungen belohnt.

Samstag:

Nach dem Frühstück bin ich über den Miradouro de São Pedro de Alcântara in die Altstadt gegangen. Ein Fado Sänger gab eine Vorführung am Platz.
 
Der Mercado da Ribera, nahe dem Cais do Sodre (Bahnhof) gelegen  ist eine Fressmeile. Hier geben sich die Chefköche von Lissabon die Hand. Man kann viele Köstlichkeiten verkosten. Am Wochenende ist dieser Markt sehr überlaufen und man bekommt kaum Platz, an den Ständen sind lange Schlangen. Das Essen ist hochpreisig und modern. 
Anschließend besuche ich die Villa Berta in Gracia, dem ehemaligen Arbeiterviertel von Lissabon. Die Jugendstil Villa Berta befindet sich hinter dem Mirodoro do Gracia. Die Villa Berta ist von außen nicht sehr spektakulär, aber der Innenhof ist sehr schön.
Hier befindet sich auch der Miraduro Miradouro Sophia de Mello Breyner Andresen mit einem lohnenden Aufblick über die Altstadt.
 
Zurück fahre ich mit der alten Straßenbahnlinie 28 E. Man kann immer wieder zusteigen, eingestiegen wir immer vorne.
Gegen vom Abend fahre ich mit dem Zug nach Belem zu dem berühmten Vasco da Gamma Denkmal. Die Portugiesen sind sehr stolz auf Ihre langjährige Seefahrertradition. Abschließend besuche ich noch den Torre den Belem, den alten Turm von Belem. Das Wetter zieht zu und gerade vor Sonnenuntergang kommen ein paar Lichtstrahlen heraus, die den Turm in ein atemberaubendes Licht setzen.  Die anschließende Blaue Stunde ist dann noch das Sahnehäubchen. Im ersten Moment bin ich etwas enttäuscht, den am Turm sind keine Lampen, aber die Straßenlaternen vom Ufer sind so hell und werfen ein spektakuläres Licht auf den Torre de Belem. Am Rückweg lerne ich Antonio, einen Taxifahrer kennen, mit dem ich mich für den nächsten Tag verabrede.
 

Sonntag

Nach dem Frühstück in meinem Lieblings Café, der Pastelaria Sao Roque, mache ich mich auf den Weg in die Stadt. Auf den Weg zur Burg und komme an der Bäckerei, Pastelaria Santo António vorbei.  In Eingangs Bereich werden gerade Pastel de Nata, eine portugiesische Süssspeise hergestellt. Die kleinen Törtchen werden mit mit Pudding gefüllt. Der Chef der Bäckerei erklärt mir alle Schritte der Herstellung.

 
Abends holt mich Antonio, der Taxifahrer, den ich am Vortag kennengelernt habe ab und wir wollen ein paar besondere Orte aufsuchen.  Als wir losfahren regnest es in Strömen.
In  Monsanto gibt es ein  altes aufgelassenen Luxusrestaurant. Dieser „lost place“ wurde zugänglich gemacht.  Ich treffe ein paar junge Portugiesen und wir fotografieren gemeinsam.
In Belem gibt Wandbilder des berühmten Street Art Künstlers Bardollo II. Er hat hausgroße Bilder aus alten Autoteilen zusammengebaut. Neben dem Hieronymus Kloster ist das Museu Coleção Berardo sehr sehenswert. Das Museu Coleção Berardo ist ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Hauptstadt Lissabon. Es wurde 2007 im Centro Cultural de Belém eröffnet und beherbergt die Kunstsammlung von José Berardo.
 
Auf der anderen Seite des Tejo suchen wie einen schönen Platz um die Brücke des 25. Aprils zu fotografieren. Nachdem es wieder zu regnen beginnt, fahren wir  zurück in meine in meine Pension.

Montag

Mit einem Mieauto fahre ich nach Sintra. Unterwegs besuche ich noch die alte Pulverfabrik in Barcarena mit einem wunderbaren Garten. Der auf einem Hügel gelegene Palácio Nacional da Pena aus dem 19. Jahrhundert ist für seine märchenhafte Gestaltung und herrlichen Ausblicke bekannt. Am besten ist ein Besuch am frühen Morgen, da noch weniger Besucher unterwegs sind. Der Rückweg führt mich über das Capo do Roca, dem westlichsten Punkt des europäischen Festlandes. 
 
Fazit: Lissabon ist eine faszinierende Stadt mit vielen interessanten Attraktionen. Neben den Sehenswürdigkeiten im Zentrum solltest Du unbedingt Belem mit dem Museu Coleção Berardo besuchen. Viele kleine Gässchen und Plätze abseits der bekannten Straßen mit vielen Häuser mit Fliesen und Graffitis bieten unzählige Fotomotive.
 
Viele kleine Lokantas und Restaurants bieten ausgezeichnete Portugiesische Küche zu fairen Preisen.
 
Empfehlungen:
 
Restaurante E Cervejaria O Cantinho Da Rosa, Lda. Meeresfrüchte Risotto, gegrillte Sardinen
 
Bäckerei: Pastelaria Sao Roque, Ecke Rua da Rosa Ecke R Don Pedro IV, historisches Ambiente, Kaffee + Pastal de Nata € 1,65
 
Tascardoso, Rua de O Século, sehr kleines familiär geführtes Restaurant. Unbedingt vorher reservieren.
 
Pastelaria Santo António, unweit des Castelo de São Jorge. Im vorderen Teil kann man die Herstellung von Pastel de Natas beobachten. Sehr netter Chef, trotz der prominenten Lage normale Preise.

 

 

 

Ich leite vom Mi, 26.09. - So, 30.09.2018 eine Fotoreise nach Lissabon. In einer kleinen Gruppe von maximal 8 Personen besuchen wir Lissabon und werden uns intensiv der Fotografie widmen.

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