Fotoreise Togo Benin

Zauber in Westafrika

Bei dieser Reise geht es in die selten besuchten Länder Togo und Benin - auf der Spur des Voodoo. Wir reisen von der tropischen Küstenregion in die Savannenlandschaften des Nordens. Dabei sehen wir Dörfer mit völlig unterschiedlicher Bauweise der Lehmhütten (je nach Volksgruppe), begegnen Menschen die noch viele ihrer Traditionen bewahrt haben, besuchen die bunten afrikanischen Märkte,  und nehmen an mehreren traditionellen Zeremonien und Maskentänzen teil. 

Programm

1. Tag: Flug nach Lomé
Voraussichtlich spätabends Flug von Wien nach Lomé.

2. Tag: Lomé  
Gegen Mittag Ankunft in Lomé. Nachmittags beginnen wir mit der Besichtigung der Hauptstadt. Lomé liegt bereits unmittelbar an der Grenze zu Ghana und ist die einzige Stadt Afrikas die sowohl von Deutschen, Engländern, als auch von Franzosen kolonialisiert wurde. Durch diese Vergangenheit und seine Lage war Lomé schon immer ein Kreuzungspunkt der Kulturen, der Völker und des Handels. Wir sehen u.a. das Verwaltungsviertel mit den alten Kolonialgebäuden mit ihren Arkaden und Galerien, und besuchen den Grand Marché - den zentralen Markt. Hier befindet sich das "Königreich der Mama Benz"  - damit werden die Marktfrauen bezeichnet die den Handel großteils unter Kontrolle haben. (A)

3. Tag: Lomé - Kpalimé (ca. 140 km)
Am Vormittag setzen wir die Besichtigung der Hauptstadt fort. Etwas außerhalb des Stadtzentrums befindet sich der Fetischmarkt, wo für uns sehr skurril wirkende Dinge angeboten werden.  
Von Lomé aus fahren wir durch die Regenwälder in der Umgebung von Kpalimé, eine wichtige Handelsstadt. Besuch des Kunst-Centers und vom Markt. (FMA)

4. Tag: Kpalimé Region (ca. 40 km)
Wanderung im Waldgebiet in der Umgebung von Kpalimé um die tropische Tier- und Pflanzenwelt zu bewundern. Ein lokaler Führer gibt uns Informationen über die hier vorkommenden Insekten und wir haben die Möglichkeit mit natürlichen Farben zu malen. Am Nachmittag, Besichtigung der Stadt Kpalimé. (FMA)

5. Tag: Kapalimé - Sokode (ca. 320 km)
Auf unserem weiteren Weg nach Norden besuchen wir das typische, noch sehr traditionelle Dorf Atakpame, das auf Hügeln und an der Zugstrecke von Lomé nach Blitta gelegen ist. Ebenso ist Atakpame Zentrum einer bedeutenden Baumwoll-Region. Weiter Richtung Norden kommen wir an kleinen Dörfer und Märkten vorbei, bevor wir am späteren Nachmittag Sokode erreichen, wo wir abends einen Feuertanz erleben werden. Die Tänzer bewegen sich über glühende Kohle und reiben sich mit heißen Kohlestückchen ein, ohne sich dabei in ihrem Trancezustand zu verletzen. (FMA)

6. Tag: Sokode - Kara (ca. 200 km)
Wir fahren zu den Bergen von Malfakassa-Fazao. In den typischen Lehmbauten mit den kegelförmigen Dächern leben die Bassar, diese verarbeiten nach wie vor auf traditionelle Art das hier vorkommende Eisen. Sie werden uns die alten Tonhochöfen zeigen sowie Wissenswertes darüber erzählen. In Bassar werden wir im "Palast des Chefs"  oder im sogenannten Ratszimmer empfangen und durch die Räumlichkeiten geführt. (FMA)

7. und 8. Tag: Kara - Natitingou ( ca. 120 km)  
Den Tag verbringen wir im Kabyé Gebiet. Oft befinden sich die Dörfer oben auf den Hügeln, die Frauen stellen Tontöpfe her und die Männer beschäftigen sich mit der Verarbeitung des Eisens. In Kante angekommen machen wir uns auf dem Weg durch die Atakora Berge zu den Tamberma Stamm. Da das Land um Atakoras schwer zu erreichen ist, haben die Einheimischen dort Schutz und Zuflucht vor Attacken oder Sklavenhändler gesucht. Das Gebiet der Tamberma, geht wahrscheinlich auf das der Dogon in Mali zurück. Ihre Lehmbauten sind zweistöckig und schauen wie kleine Festungen aus.  
Auf unserer Weiterfahrt passieren wir die Grenze und gelangen nach Benin. Hier leben die Betammaribe (Somba) in ähnlichen "Lehmburgen"  wie die Tamberma. Wir werden einige Leute mit Schmucknarben sehen, die sie am Bauch und Rücken während der Initiationsriten bekommen haben. (FMA)

9. Tag: Natitingou - Dassa ( ca. 360 km)  
Am Morgen besuchen wir eine Fulani Siedlung. Ein mysteriöser Stamm, der gelernt hat Zeit, Raum, Geschichte und Erdkunde zu zähmen. In den Dörfern der Taneka sehen wir deren Lehmhäuser, die wieder ein anderes Aussehen haben und wo die Dächer mit Terrakotta-Töpfen abschließen. In jedem Dorf lebt ein Fetisch-Priester, der in einem eigenen Bereich wohnt und nur mit Ziegenleder gekleidet ist. Diese ethische Gruppe lebt hier seit Jahrhunderten und seitdem haben sich andere Bevölkerungsgruppen angeschlossen, jedoch hat jede Gruppe seine eigene Kultur.  
Weiterfahrt Richtung Süden und Stopp in Savalou, einem wichtigen animistischen Zentrum zu dem Menschen aus dem ganzen Land kommen. (FMA)

10. Tag: Dassa - Cove (ca. 170 km)
In der Stadt Dassa, die einst Hauptstadt eines Königreiches war, werden wir einige historische Gebäude besuchen. Wir sehen den Egun Masken Tanz, wobei die Masken die Geister der Verstorbenen darstellen. Aus dem Wald kommend ziehen sie, in prächtige bunte Gewänder gekleidet, durch das Dorf. Ursprünglich sollten sie Angst einflößen, aber meist werden sie heute vom Gelächter der Zuschauer begleitet. Fahrt nach Abomey, der einstigen Hauptstadt des Fon-Königreiches Dahomey, dessen Reichtum großteils auf dem Sklavenhandel beruhte. Wir sehen das Museum im ehemaligen Königlichen Palast. (FMA)

11. Tag: Gelede, Cove Region
Wir sind im Herzen von Yorouba, wo wir am Tanz der Voodoo-Meister, um Leute vor Pech zu schützen, teilnehmen werden. Danach spazieren wir durch die Dörfer um die Kultur und Menschen zu entdecken. Am Nachmittag geht es mit den Masken von Gelede weiter. Gelede ist ein Kult, welcher der Erde gewidmet ist und von der Gemeinschaft gefeiert wird, um die Fruchtbarkeit der Leute sowie des Bodens zu fördern. Jede Maske vertritt einen anderen Charakter und ist mit der Geschichte verbunden. Es ist sowohl pädagogisch als auch humorvoll und einen faszinierende Mischung aus Straßentheater und magischem Theater. (FMA)

12. Tag: Cove - Ganvie (ca. 170 km)
Wir überqueren den Nokwe See mit einem Boot und erreichen das bekannte Stelzendorf Ganvie. Hier leben die Tofinou, hauptsächlich vom Fischfang. Typisch sind ihre Kanus mit den bunt bemalten Masten. Wir nächtigen in unserem - einfachen - Hotel auf Stelzen inmitten des Sees in der Ortschaft Ganvie. Abends haben wir die Möglichkeit "bokono"  ein Wahrsager-Orakel zu treffen. (FMA)

13. Tag: Ganvie - Quidah (ca. 50 km)
Frühmorgens beobachten wir das lebhafte Markttreiben ("Schwimmender Markt" ) der mit ihren Booten fahrenden Händlern und Käufer. Danach geht es zurück zum Festland und wir fahren weiter nach Quida, das als das Zentrum des afrikanischen Vodoo gilt. Wir besichtigen die historischen Gebäude und erfahren einiges über den Sklavenhandel. (FMA)

14. Tag: Quidah - Grand Popo ( ca. 70 km)
Heute ist Sonntag und wir können einen Gottesdienst besuchen, bei dem wir die Verschmelzung von Vodoo mit dem Christentum erleben können. Wir besichtigen die historischen Gebäude und erfahren einiges über den Sklavenhandel. Der historische Roman "Der Vizekönig von Quidah"  des britischen Schriftstellers Bruce Chatwin spielt hier und in Brasilien. Verfilmt wurde das Buch von Werner Herzog mit dem Filmtitel Cobra Verde und mit Klaus Kinski in der Hauptrolle. Die Stadt mit der typisch Afro-Portugiesische Architektur hat eine katholische Kathedrale. Am späten Nachmittag kommen wir am Strand von Grand Popo an. (FMA)

15. Tag: Grand Popo & Zangbeto Maskentanz - Baguida  
Der Tag beginnt mit einer Schiffsfahrt am Mono Fluss. Wir erreichen die Flussmündung, wo der Fluss auf das Meer trifft, erkunden kleine Dörfer wo Frauen noch alten Traditionen nachgehen, genießen weiße Sandstrände und fahren durch Lagunen mit Mangrovenwäldern. Grenzübertritt nach Togo. In einem kleinen Dorf erleben wir den Zangbeto Maskentanz. Große, mit farbigem Stroh bedeckte Masken "wirbeln" durch das Dorf. Diese Masken symbolisieren wilde, nicht menschliche Geister. Die Maskenträger gehören einer Gesellschaft an und deren Identität ist meist unbekannt. Zangbeto ist grundsätzlich ein Polizist oder Richter für das Dorf und kann auch während des Tageslichts tanzen, um das Dorf zu reinigen. Die Leute begleiten die Masken mit Lieder und Tänzen. (FMA)

16. Tag: Baguida - Lomé (ca. 100 km)
Entlang der Küste von Togo und Benin ist Voodoo eine Religion aufgrund dessen nehmen wir in einem abgelegenen Dorf an einer Voodoo-Zeremonie teil. Der Rhythmus der Trommeln und der Gesang des Meisters rufen den Voodoo-Geist herbei. Danach fallen sie in eine tiefe Trance - rollende Augen, Unempfindlichkeit vor Feuer und Schmerz, Grimassen. In der kleinen Ortschaft werden wir, durch die magische Atmosphäre der Zeremonie, die Menschen verstehen. In einer anderen kleinen Ortschaft besuchen wir einen Heiler, der komplizierte Probleme mit sehr einfachen Lösungsvorschlägen heilt. Es wird die materielle und geistige Welt vereint, ebenso verwendet der Heiler Pflanzen zu Behandlung der Patienten. Es besteht die Möglichkeit ein Gespräch mit ihm und seinen Patienten zu führen.
Am Nachmittag nehmen wir bei einer zweiten Voodoo-Zeremonie teil, welche die Meister von Koku durchführen - diese Zeremonie ist für Außenstehende sehr kraftvoll und manchmal auch erschreckend.

17. Tag: Flug Lomé - Wien  
Voraussichtlich gegen Mittag Rückflug von Lomé nach Wien. (F)

18. Tag: Ankunft in Wien
Frühmorgens Ankunft in Wien.

 

 

 

Fotografische- und Reiseleitung

Bernhard Brenner

Teilnehmerzahl: 7 - 11 Personen

Anmeldeschluss: rasche Anmeldung wird empfohlen