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Foto Workshop - Fashion Fotografie von Wolfgang Harnisch

Voll gespannter Vorfreude habe ich mich daher pünktlich beim Boutiquehotel Stadthalle  eingefunden und überraschenderweise und zu meiner Begeisterung gleich meinen Bekannten Karl als einen der Teilnehmer vorgefunden. Dass ein anderer Bekannter, der zufälligerweise auch Wolfgang heißt, auch dabei ist, wusste ich schon aus dem Foto-Café der Wiener Fotoschule. Josef, der vierte in der Runde, war dann auch bald da, sodass wir uns gleich in eine kurze theoretische Einführung stürzen konnten.

Unsere Models Ieva Pocyte, Qendresa Bulliqi und Madina wurden von unserer Visagistin Jennifer Brillante Brijance Make Up Artist perfekt gestylt. Mit den vier Teilnehmern haben wir zwei Gruppen gebildet sodass es möglich war das jeweils zwei Teilnehmer mit einem Model arbeiten und sich gegenseitig unterstützen konnten. Einerseits mit kreativen Ideen, technischen Ratschlägen und andererseits als Assistent zum Halten von Blitzen, Reflektoren und sonstigen Equipment. Zwischendurch ergab sich auch das eine oder andere Mal die Möglichkeit alleine mit einem der Models zu arbeiten.

Da es noch trocken war, begannen wir im begrünten Innenhof des Hotels zu fotografieren, wobei sich jedes Team eine Ecke aussuchte. Vor lauter Eifer, hat dann der eine oder andere ganz vergessen darauf zu achten, den anderen nicht ins Bild zu laufen. Just in dem Moment wo Qendresa mit luftigen und bunten Sommeroutfit am Set erschien, begann es zu regnen. Ein paar Aufnahmen gingen sich aber schon noch aus.

Wir haben unser Shooting dann in der Lobby des Hotels fortgesetzt. Während es draußen teils kräftig gegossen hat, haben wir drinnen, unter fachlicher Anleitung bzw. Unterstützung von Oliver verschiedene Lichtsetzungen ausprobiert. Es war zwar ein wenig eng und das sehr freundliche und zuvorkommende Personal des Boutique Hotels, welches ja auch seiner Arbeit nachgehen und daher unsere Wege kreuzen musste etwas behinderte, aber letztendlich bekamen wir die Aufnahmen so in den Kasten, wie wir uns das vorgestellt hatten.

Am frühen Nachmittag gab’s eine kleine Pause mit einem vom Hotel extra für uns schön hergerichteten Buffet. Die Unterbrechung des Mode-Shootings habe ich auch dazu genutzt ein paar Ansichten des Hotels einzufangen, die ich im Nachgang auch dem Hotel zur Verfügung gestellt habe.

Als alle gestärkt und entspannt waren, ging's dann einerseits in der Lobby als auch andererseits in einem der Hotelzimmer bzw. in den Gängen mit neuem Outfit weiter. Diesmal standen kräftige Farben am Programm die wir dann vor einer nicht minder kräftig bemalten Wand in einem der Zimmer als auch am Gang mit Gemälden und Spiegeln in Szene gesetzt hatten. Dabei hatte ich ein Aha-Erlebnis. Nämlich das, was üblicherweise verpönt ist, nämlich direktes Anblitzen ohne Lichtformer, war plötzlich genau das Stilmittel der Wahl. Zuerst etwas ungläubig, dann aber mit zunehmender Begeisterung ob des spannenden Ergebnisses, machten wir uns an die „Arbeit“.

Mit all dem Ausprobieren und Feilen an der Technik verging die Zeit wie im Flug. Während sich die Models von dem langen Tag erholten, trafen sich die Teilnehmer und Oliver zum Abendessen in einem nahe gelegenen Lokal um den Tag Revue passieren zu lassen.

Am nächsten Morgen begrüßten uns nicht nur wieder toll gestylte Models, sondern auch die Sonne, sodass es wieder in den Garten ging. Letzteres war dann aber eigentlich, wegen des harten und kontrastreichen Lichts doch nicht so vorteilhaft. Aber auch dafür gab’s eine Lösung. Oliver hat im Durchgang des Gartens Studioequipment aufgebaut, wo wir dann unser eigenes Lichtsetting einrichten konnten. Es war sehr spannend zum ersten Mal mit Profi-Blitzen, Softboxen und sonstiger Ausrüstung zu arbeiten. Um das Setting kennen zu lernen und damit sich die Models zwischendurch auch mal ausruhen konnten, haben Josef und ich uns gegenseitig portraitiert.

Gegen Mittag war dann der Shooting-Teil des Workshops abgeschlossen, sodass wir uns sowohl von Jennifer als auch von Ieva, Qendresa und Madina, welche die eineinhalb Tage so viel Geduld mit uns Amateuren bewiesen haben, verabschieden mussten.

In ein paar Minuten war dann alles gemeinsam eingepackt und wir dann ein paar Gassen weiter in den Schulungsraum der Wiener Fotoschule weitergezogen sind. Karl und mein Namensvetter Wolfgang besorgten etwas Verpflegung bevor wir uns der Bildbesprechung der entstandenen Aufnahmen widmeten. Oliver gab nicht nur zahlreiche Tipps zu technischen Aspekten und kreativer Gestaltung sondern zeigte auch Möglichkeiten die Fotos mittels Bildbearbeitung weiter zu entwickeln. Auch hierbei verging die Zeit wie im Flug und es hieß Abschied nehmen, aber nicht ohne über weitere gemeinsame Aktivitäten zu reden.

Alles in Allem, war das ein sehr gelungener Workshop in welchem sich sehr rasch herausgestellt hat, dass meine vorausgehende Skepsis vollkommen unbegründet war. Einerseits konnte ich viel lernen und andererseits haben sich beide Tage durch ein sehr herzliches Gemeinschaftserlebnis ausgezeichnet. Hervorzuheben ist auch das Zeitmanagement. Sowohl das Buffet als auch das selbst besorgte Take-Away-Essen hat uns erlaubt, die Zeit möglichst effizient für den eigentlichen Zweck des Workshops auszunutzen.

Es wird nicht mein letzter Workshop dieser Art gewesen sein.

Wolfgang

Wien

Nachdem ich im Vorjahr schon die Ankündigung zu diesem Workshop von Oliver Bader gelesen hatte, aber nicht teilnehmen konnte, war ich sehr erfreut, dass dieser heuer wieder angeboten wurde.