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Fotowochenende Hallstatt - Blogbeitrag von Wolfgang Harnisch

Als ich vom „Fotowochenende Hallstatt – (fast) touristenlos“ erfuhr habe ich spontan zugeschlagen. Diese Chance wollte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Die Wettervorhersage war zwar etwas durchwachsen, aber das hat die Vorfreude keineswegs getrübt.

Nach dem Stelldichein vor dem netten Gasthof Bergfried-Hallstatt direkt im Ort ging es dann gleich zur ersten Session die einerseits dem gegenseitigen persönlichen Kennenlernen als auch natürlich dem Einfangen der abendlichen Stimmung in Hallstatt gewidmet war. Auf dem Streifzug durch den berühmten Ort trafen wir natürlich schon einige Besucher hatten aber doch genügend Spielraum zum Schauen und Fotografieren. Nach einem Zwischenstopp zum Abendessen ging’s dann zu „dem“ Hallstattblick um diesen in der Blauen Stunde einzufangen. Nach Absolvieren der „Pflichtübung“, die aber doch auch einige Möglichkeit bot individuelle, noch nicht tot gesehene, Aufnahmen zu machen, stiegen wir noch zur katholischen Kirche mit ihren Friedhof auf um einen anderen Blick auf den Ort zu werfen. Als dann aus der blauen Stunde, dunkle Nacht wurde, ging’s zurück ins Quartier.

Am nächsten Tag, noch vor dem Frühstück, machten wir uns wieder auf dem Weg zurück zu dem Spot mit dem „Postkartenblick“ den wir schon am Abend davor besucht hatten. Schon auf dem Weg dorthin boten sich zahlreiche interessante Motive. Dort angekommen waren wir zwar nicht mehr unter uns, aber es hatte jeder dennoch genug Platz und Zeit die Szene bei Morgenlicht festzuhalten. Am Rückweg zur Bootsanlegestelle hat es natürlich auch wieder des Öfteren „Klick“ gemacht. Da die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel strahlte haben wir die Fähre genommen um ans gegenüberliegende Ufer, und ohne auszusteigen, gleich wieder zurück zu nehmen um den klassischen Anblick von der Seeseite zu erleben. Dabei sind sicherlich ein paar kitschig schöne Tourismuswerbungsfotos entstanden, aber wohl auch der eine oder andere Detailblick, den man nicht in jeder Publikation findet.

Nach dem gemütlichen Frühstück starteten wir zu unserem heutigen Hauptziel der Blaa-Alm unterhalb des Losers. Auch wenn es natürlich sehr bedauerlich ist, dass das berühmte Narzissenfest wegen des Corona Virus heuer ausgefallen ist, war das unser Vorteil. Ansonsten hätten wir keine Gelegenheit gehabt in ungemähten Blumenwiesen zu fotografieren. Das Wetter war fast „zu schön“. Nur wenige Wolken verirrten sich in den strahlend blauen Himmel. Die warmen Sachen und den Regenschutz hätten wir getrost zu Hause lassen können und stattdessen für besseren Sonnenschutz sorgen sollen. Die natürlichen Wiesen sind ein Eldorado für jeden Fan von Makrofotografie. Über die Beschäftigung mit der Blütenpracht und dem wunderschönen Landschaftsbild haben wir fast die Zeit vergessen. Es ging dann relativ zügig zum Gasthof auf der Blaa-Alm um uns bei einem ausgiebigen bodenständigen Mittagsmahl zu stärken bevor wir wieder nach Hallstatt zurückfuhren.

Als nächster Programmpunkt war der Besuch des Skywalks hoch oberhalb von Hallstatt angesagt. Der Plan war die Bergfahrt mit der Standseilbahn zu absolvieren und zu Fuß abzusteigen. Auf Anraten des Personals, welches Hagel ankündigte, haben wir dann doch Berg- und Talfahrt gebucht. Wie sich dann herausgestellt hat, war der wettertechnische Pessimismus völlig unbegründet bzw. die „Ansage“ eher durch geschäftliches Interesse inspiriert. Der Blick von dort oben ist zwar toll, entfaltet seine bezaubernde Wirkung aber wohl erst bei entsprechendem Licht. So haben wir uns nicht allzu lang aufgehalten und sind dann doch zu Fuß abgestiegen um zum Wasserfall des Mühlbachs zu gelangen. Zum Abschluss haben wir noch dem Parkdeck einen Besuch abgestattet um einen weiteren Blick auf den Ort einzufangen.

Am nächsten Morgen ging’s nach dem Frühstück wieder in die Natur. Diesmal war das Echerntal mit dem Waldbachstrub Wasserfall unser Ziel. Und wieder, entgegen aller Wetterprognosen, hatten wir schönes Wetter. Aufziehende Bewölkung lieferte aber Gott sei Dank unterschiedliche Lichtstimmungen. Um rasch ans eigentliche Ziel zu kommen, haben wir beim Aufstieg kaum fotografiert und dann am Retourweg einzelne Motive „abgearbeitet“.

Leider hat jedes schöne Erlebnis auch mal sein Ende, sodass dann die Zeit des Abschieds am Nachmittag vor dem Gasthof rascher gekommen ist als uns allen lieb war.

Vielen Dank an Bernhard für die den tollen Workshop und an Andrea, Birgit, Edith, Ernst, Matthias, Pepi und Wolfgang für die schöne Zeit die wir miteinander verbracht hatten.